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Von der Geduld

ruhe_h400Den Entscheid, über das Thema Geduld zu schreiben, habe ich mir länger durchdenken müssen, ist doch gerade die Geduld nicht unbedingt eine Eigenschaft, die ich in mir als herausragend vermute. Doch wurde ich in meinem Leben und gerade auch in den vergangenen Wochen und Monaten, ob gerade dieser Tugend deutlich gefordert und geprüft. Was liegt da näher, als sich tiefere Gedanken darüber zu machen.

Ich frage mich, was es denn ist, das mich immer mal wieder so deutlich in die Ungeduld treibt.

Wann sind wir da?
Diesen Ruf von den hinteren Sitzen, spätestens 10 Minuten nach Abfahrt von zuhause, kennen sicher alle Eltern. Das Ziel lange vor der Zeit erreichen zu wollen; Kindesart, die wohl weit ins Erwachsenenleben überdauert.

Muss ich denn nicht noch etwas tun, damit sich der Erfolg auch wirklich einstellt? Ich kann doch nicht einfach tatenlos zusehen!
Wer kennt es nicht, den oftmals blinden Aktionismus, den wir in brisanten Situationen an den Tag legen, anstatt vertrauensvoll den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Mach schnell, es kommt auf jede Sekunde an! Wir müssen das unbedingt schaffen!
Einer der absoluten Klassiker. Vor lauter Geschwindigkeit greift Unüberlegtheit und das Ergebnis ist meistens Chaos. Wie anders da doch die Idee, welche hinter einem mir sehr gerne ins Gedächtnis gerufenem Spruch steckt: „Mach langsam, es eilt!“

Es heißt, dass man mit den Jahren geduldiger würde. Das mag wohl stimmen, das Leben schleift die Ecken und Kanten in unserem Wesensprofil ab. Aber können wir nicht auch auf anderem Wege Geduld erlernen?

Diese Fragestellung ruft mir Situationen im Üben des Karate vor Augen und ich erkenne, wie viele Parallelen sich dabei wieder einmal auftun. Weiterlesen