Vom Gleichen im Vielen

[Vom Gleichen im Vielen] Es ist – vielleicht werden wir diese Zeilen irgendwann einmal lesen ‚es war‘ – die Zeit der Covid-19 Pandemie. Was mir schon immer viel Freude gemacht hat, ist nun das Gebot der Stunde – das Training in kleinsten Gruppen, oder eben alleine. So finde ich nahezu täglich Erfüllung im Training in der Natur. Hauptsächlich in der Übung von Katas. Ich konnte mir nie vorstellen, wie bereichernd diese Form des Trainings sein kann. Vielleicht auch eine Frage der Erfahrung und des Alters. Es ist wunderschön, auf Wegen, kleinen Lichtungen, am Strand oder wo auch immer, die Bewegungen…WeiterlesenVom Gleichen im Vielen

Vom Weg

[ Vom Weg ] Es ist etlichste Jahre her, wir alle waren in der Blütezeit des Lebens und saßen nach intensivem Training an einem Tisch. Die Rede kam auf mich und Ochi Sensei zeichnete mit dem Finger eine Linie auf die Tischdecke und sagte in seiner unnachahmlichen Sprache: „Dieter gehen immer geraden Weg“! Ich war erstaunt und auch ein wenig stolz ob dieser Worte. Da malte er, seine Aussage von soeben relativierend, eine weite Schlangenlinie über die vorherige Linie und ergänzte lachend: „Vielleicht manchmal so, aber immer ‘geraden’ Weg“. Wir fielen alle in das Lachen ein und hatten weiter einen…WeiterlesenVom Weg

Vom Kampf gegen sich selbst

[ Vom Kampf gegen sich selbst ] Man liest, hört in Erläuterungen und sieht auch in Videobeiträgen viele Interpretationen zum Thema Karate sei Zen in der Bewegung, über das Do, den Weg in den fernöstlichen Kampfkünsten, über die sogenannten traditionellen Werte und vieles mehr. Auch mich treibt seit vielen Jahren der Gedanke und die Frage immer wieder um, was denn nun tatsächlich der elementare Wert, der humanistisch wertvolle Aspekt sein kann, der sich hinter der immer wieder auf‘s neue in diesem Zusammenhang doch paradoxen Beschäftigung mit dem Kampf verbirgt. Was soll denn hier denn auch nur ansatzweise ethisch sein, wenn…WeiterlesenVom Kampf gegen sich selbst

Am Fluss

[ Am Fluss ] Es sind jene Zeiten der Besinnung, vornehmlich die letzten Wochen des Jahres, welche in besonderem Maße den Wunsch nach Harmonie und Frieden aufzeigen. In dieser Stimmung sind die Verse entstanden, inspiriert von den Stunden, welche ich während eines Aufenthalts in der Provence zum Jahreswechsel am Ufer der Gardon verbringen durfte. Gedanken, in denen aber auch mitschwingt, wie endlich doch alles ist und wie manchmal in diesem Erkennen der eigene Wunsch nach Veränderung spricht. Nun, was hindert uns daran, immer wieder diesem Wandel stattzugeben? Ich wünsche Dir Erfolg und tiefe Zufriedenheit dabei.WeiterlesenAm Fluss

Hingabe und Harmonie

[ Hingabe und Harmonie ] Wenn ich meine früheren Texte lese, diesen Gedanken nachsinne, so ist wohl den meisten Schriften eine Grundtendenz gemeinsam: Karate als einen Weg begreifen zu wollen. Einen Weg, der, wie es so schön heißt, geradlinig und treu zu zu gehen sei. Ein schönes Ansinnen, eine Hilfestellung, denn immerhin wäre das dann doch eine Anleitung, die zwar schwer zu befolgen, aber dennoch, vorgezeichnet, die rechte Richtung weist, in welche es Fuß und Denken zu setzen gilt. Ach, wenn das Leben und auch das Karate nur so einfach wären … Heute, etliche Erfahrungen reicher, stelle ich mir die…WeiterlesenHingabe und Harmonie

Vom Gegen- zum Miteinander

[ Vom Gegen- zum Miteinander ] In seinem Buch “Die leere Hand” beschreibt Kenei Mabuni (10. Dan Shito Ryu) die Technik der Flammenwolke aus der Jigen-Schwertschule. Diese Technik zielte auf eine besondere Geschwindigkeit des Schwertschlags ab. Der Schlag soll wohl in einer Zeitspanne von ca. fünf hundertstel Sekunden erfolgt sein. Das wäre tatsächlich eine unglaubliche Geschwindigkeit, bedenkt man, dass ein Wimpernschlag etwa doppelt so lange benötigt. Ich stelle mir zwei Schwertkämpfer der Vergangenheit vor, die sich mit erhobenen Schwertern in Schlagdistanz gegenüber stehen. Bei der Geschwindigkeit des zu erwartenden Schlags ist es unmöglich, auf eine Bewegung zu reagieren. Denn jeder…WeiterlesenVom Gegen- zum Miteinander

Vom Teilen

[ Vom Teilen ] Ein Aspekt: In einem Bericht, welchen ich vor geraumer Zeit gelesen habe, wurde auf das Ergebnis von Umfragewerten verwiesen, das besagt, die Menschen in den Ländern Skandinaviens seien die glücklichsten Menschen der Welt. Eine Begründung hat mich besonders aufmerksam werden lassen, denn, so die Beurteilung, dies läge wohl an der großen Sozialkompetenz der nordischen Gesellschaften. Es wurde ein Landwirt zitiert, der ob seiner Erträge herausragend ist. Seine Aussage war, dass sein Erfolg daraus resultiere, weil er seine Saat mit den umliegenden Landwirten teile. Somit sei sichergestellt, dass kein qualitativ schlechtes Saatgut auf seine Felder gelange. Ein…WeiterlesenVom Teilen

Von der Erkenntnis zur Verinnerlichung

[ Von der Erkenntnis zur Verinnerlichung ] Vor wenigen Tagen in einem der gemütlichen Konstanzer Café … Ich bekomme meinen Espresso serviert, fülle Zucker hinzu und während ich meinen Blick durch das Lokal schweifen lasse, rühre ich gedankenverloren – so nebenbei – den Zucker in den Kaffee. Und, wie ich bemerke, handeln viele andere Gäste gleichermaßen. Auch diese rühren in ihrer Tasse, den Löffel ruhig und sicher bewegend, die Milch, den Zucker, oder was auch immer für Leckereien sich in dem Gefäß befinden, unter. Dieses Bild ließ mich tagelang nicht los. Ein Verhaltensmuster, welches wohl fast allen Menschen zueigen ist,…WeiterlesenVon der Erkenntnis zur Verinnerlichung

24 Gedanken

[ 24 Gedanken ] Immer mal wieder, besonders im letzten Monat des Jahres, laden Zeiten zum Nachdenken ein, Resümee werden gezogen, vielleicht Pläne und Vorsätze für die nächste Zeit gehegt. Auch ich habe meinem Denken freien Lauf gelassen und hier in 24 Gedanken zusammen gefasst (zur Vergrößerung klicke bitte in ein Bild)Weiterlesen24 Gedanken

Vom Vertrauen und vom Herz

[ Vom Vertrauen und vom Herz ] Kennst Du das Gefühl, Du stehst im Dojo vor dem Training, weißt darum, dass die nächsten Stunden sehr anstrengend für Körper und Geist werden und fragst Dich, warum Du das denn überhaupt machst? Ich gebe zu, dass diese Frage immer mal wieder in mir auftaucht und nach einer Antwort verlangt. Diese Antwort kann vielfältig sein, je nach Tagesform sehr unterschiedlich und ist dennoch in einer abschließenden Eindeutigkeit, so meine Erfahrung, nahezu unmöglich zu geben. Ich habe mehr und mehr aufgehört, nach dieser schlussendlichen Begründung zu forschen und mit der Zeit wird auch die…WeiterlesenVom Vertrauen und vom Herz