Vom Kampf gegen sich selbst

Man liest, hört in Erläuterungen und sieht auch in Videobeiträgen viele Interpretationen zum Thema Karate sei Zen in der Bewegung, über das Do, den Weg in den fernöstlichen Kampfkünsten, über die sogenannten traditionellen Werte und vieles mehr. Auch mich treibt seit vielen Jahren der Gedanke und die Frage immer wieder um, was denn nun tatsächlich der elementare Wert, der humanistisch wertvolle Aspekt sein kann, der sich hinter der immer wieder auf‘s neue in diesem Zusammenhang doch paradoxen Beschäftigung mit dem Kampf verbirgt. Was soll denn hier denn auch nur ansatzweise ethisch sein, wenn man Techniken erlernt, welche darauf abzielen in…WeiterlesenVom Kampf gegen sich selbst

Am Fluss

Es sind jene Zeiten der Besinnung, vornehmlich die letzten Wochen des Jahres, welche in besonderem Maße den Wunsch nach Harmonie und Frieden aufzeigen. In dieser Stimmung sind die Verse entstanden, inspiriert von den Stunden, welche ich während eines Aufenthalts in der Provence zum Jahreswechsel am Ufer der Gardon verbringen durfte. Gedanken, in denen aber auch mitschwingt, wie endlich doch alles ist und wie manchmal in diesem Erkennen der eigene Wunsch nach Veränderung spricht. Nun, was hindert uns daran, immer wieder diesem Wandel stattzugeben? Ich wünsche Dir Erfolg und tiefe Zufriedenheit dabei. Alles Liebe und Gute für Dein Jahr 2020! Herzlichst,…WeiterlesenAm Fluss

Hingabe und Harmonie

Wenn ich meine früheren Texte lese, diesen Gedanken nachsinne, so ist wohl den meisten Schriften eine Grundtendenz gemeinsam: Karate als einen Weg begreifen zu wollen. Einen Weg, der, wie es so schön heißt, geradlinig und treu zu zu gehen sei. Ein schönes Ansinnen, eine Hilfestellung, denn immerhin wäre das dann doch eine Anleitung, die zwar schwer zu befolgen, aber dennoch, vorgezeichnet, die rechte Richtung weist, in welche es Fuß und Denken zu setzen gilt. Ach, wenn das Leben und auch das Karate nur so einfach wären … Heute, etliche Erfahrungen reicher, stelle ich mir die Frage, ob Karate nicht vielleicht…WeiterlesenHingabe und Harmonie

Vom Gegen- zum Miteinander

In seinem Buch “Die leere Hand” beschreibt Kenei Mabuni (10. Dan Shito Ryu) die Technik der Flammenwolke aus der Jigen-Schwertschule. Diese Technik zielte auf eine besondere Geschwindigkeit des Schwertschlags ab. Der Schlag soll wohl in einer Zeitspanne von ca. fünf hundertstel Sekunden erfolgt sein. Das wäre tatsächlich eine unglaubliche Geschwindigkeit, bedenkt man, dass ein Wimpernschlag etwa doppelt so lange benötigt. Ich stelle mir zwei Schwertkämpfer der Vergangenheit vor, die sich mit erhobenen Schwertern in Schlagdistanz gegenüber stehen. Bei der Geschwindigkeit des zu erwartenden Schlags ist es unmöglich, auf eine Bewegung zu reagieren. Denn jeder Gedanke und jeder Sinn wirken zu…WeiterlesenVom Gegen- zum Miteinander

Vom Teilen

Ein Aspekt: In einem Bericht, welchen ich vor geraumer Zeit gelesen habe, wurde auf das Ergebnis von Umfragewerten verwiesen, das besagt, die Menschen in den Ländern Skandinaviens seien die glücklichsten Menschen der Welt. Eine Begründung hat mich besonders aufmerksam werden lassen, denn, so die Beurteilung, dies läge wohl an der großen Sozialkompetenz der nordischen Gesellschaften. Es wurde ein Landwirt zitiert, der ob seiner Erträge herausragend ist. Seine Aussage war, dass sein Erfolg daraus resultiere, weil er seine Saat mit den umliegenden Landwirten teile. Somit sei sichergestellt, dass kein qualitativ schlechtes Saatgut auf seine Felder gelange. Ein Aspekt: Je länger ich…WeiterlesenVom Teilen

Von der Erkenntnis zur Verinnerlichung

Vor wenigen Tagen in einem der gemütlichen Konstanzer Café … Ich bekomme meinen Espresso serviert, fülle Zucker hinzu und während ich meinen Blick durch das Lokal schweifen lasse, rühre ich gedankenverloren – so nebenbei – den Zucker in den Kaffee. Und, wie ich bemerke, handeln viele andere Gäste gleichermaßen. Auch diese rühren in ihrer Tasse, den Löffel ruhig und sicher bewegend, die Milch, den Zucker, oder was auch immer für Leckereien sich in dem Gefäß befinden, unter. Dieses Bild ließ mich tagelang nicht los. Ein Verhaltensmuster, welches wohl fast allen Menschen zueigen ist, interessiert mich immer ganz besonders. Auch diesmal…WeiterlesenVon der Erkenntnis zur Verinnerlichung

24 Gedanken

Der letzte Monat eines Jahres lädt zum Denken ein, ein Nachsinnen macht sich breit über den Verlauf des Jahres. Erste Resümee werden gezogen, vielleicht schon Pläne und Vorsätze für das nächste Jahr gehegt. Auch ich habe meinem Denken freien Lauf gelassen und hier in 24 Gedanken zusammen gefasst (zur Vergrößerung klicke bitte in ein Bild)Weiterlesen24 Gedanken

Vom Vertrauen und vom Herz

Kennst Du das Gefühl, Du stehst im Dojo vor dem Training, weißt darum, dass die nächsten Stunden sehr anstrengend für Körper und Geist werden und fragst Dich, warum Du das denn überhaupt machst? Ich gebe zu, dass diese Frage immer mal wieder in mir auftaucht und nach einer Antwort verlangt. Diese Antwort kann vielfältig sein, je nach Tagesform sehr unterschiedlich und ist dennoch in einer abschließenden Eindeutigkeit, so meine Erfahrung, nahezu unmöglich zu geben. Ich habe mehr und mehr aufgehört, nach dieser schlussendlichen Begründung zu forschen und mit der Zeit wird auch die Frage immer leiser. Es ist mir einfach…WeiterlesenVom Vertrauen und vom Herz

Vom Prinzip des Karate

In dem wunderbaren Buch „Abt Munho“ (*) habe ich zwei Anekdoten gelesen, welche ich hier gerne mit Dir teilen möchte: A) Ein Mönch sieht seinen Meister einen Fächer benutzen, tritt vor ihn und fragt, dass der Wind doch von seinem Wesen her beständig sei, es keinen Ort gäbe, den er nicht erreicht und warum der Meister dann einen Fächer benutze. Der Meister erwidert seinem Schüler, dass dieser nur wisse, dass der Wind beständig sei, aber vom Prinzip, dass der Wind keinen Ort verfehle, hätte er nichts verstanden. Der Mönch fragt nach diesem Prinzip und als Antwort benutzt der Meister den…WeiterlesenVom Prinzip des Karate

Von der Vielfalt oder von der Tiefe

Da ich etwas technikbegeistert bin, beschäftige ich mich, ich bin versucht zu sagen selbstverständlich, auch mit den Möglichkeiten heutiger elektronischer Kommunikationsmittel, nutze diverse Messenger, kommuniziere über Chats, Email und den anderen mannigfaltigen Optionen der modernen Zeit. Jedoch, so denke ich manchmal, was wäre denn, wenn ich diese vielfältigen Kommunikationswege nicht bedienen würde; wenn ich in althergebrachter Weise den Füllfederhalter zur Hand nehmen, ein wertvolles Briefpapier auf dem Tisch platzieren, mich bei dezenter Musik geruhsam voller Vorfreude setzen, alsdann wohl formuliert und voller Hingabe einen Brief schreiben würde? Dies der unbedingten Tatsache bewusst, dass die Worte gut überlegt und im rechten…WeiterlesenVon der Vielfalt oder von der Tiefe