24 Gedanken

[ 24 Gedanken ] Immer mal wieder, besonders im letzten Monat des Jahres, laden Zeiten zum Nachdenken ein, Resümee werden gezogen, vielleicht Pläne und Vorsätze für die nächste Zeit gehegt. Auch ich habe meinem Denken freien Lauf gelassen und hier in 24 Gedanken zusammen gefasst (zur Vergrößerung klicke bitte in ein Bild)Weiterlesen24 Gedanken

Vom Vertrauen und vom Herz

[ Vom Vertrauen und vom Herz ] Kennst Du das Gefühl, Du stehst im Dojo vor dem Training, weißt darum, dass die nächsten Stunden sehr anstrengend für Körper und Geist werden und fragst Dich, warum Du das denn überhaupt machst? Ich gebe zu, dass diese Frage immer mal wieder in mir auftaucht und nach einer Antwort verlangt. Diese Antwort kann vielfältig sein, je nach Tagesform sehr unterschiedlich und ist dennoch in einer abschließenden Eindeutigkeit, so meine Erfahrung, nahezu unmöglich zu geben. Ich habe mehr und mehr aufgehört, nach dieser schlussendlichen Begründung zu forschen und mit der Zeit wird auch die…WeiterlesenVom Vertrauen und vom Herz

Vom Prinzip des Karate

[ Vom Prinzip des Karate ] In dem wunderbaren Buch „Abt Munho“ (*) habe ich zwei Anekdoten gelesen, welche ich hier gerne mit Dir teilen möchte: A) Ein Mönch sieht seinen Meister einen Fächer benutzen, tritt vor ihn und fragt, dass der Wind doch von seinem Wesen her beständig sei, es keinen Ort gäbe, den er nicht erreicht und warum der Meister dann einen Fächer benutze. Der Meister erwidert seinem Schüler, dass dieser nur wisse, dass der Wind beständig sei, aber vom Prinzip, dass der Wind keinen Ort verfehle, hätte er nichts verstanden. Der Mönch fragt nach diesem Prinzip und…WeiterlesenVom Prinzip des Karate

Von der Vielfalt oder von der Tiefe

[ Von der Vielfalt oder von der Tiefe ] Da ich etwas technikbegeistert bin, beschäftige ich mich, ich bin versucht zu sagen selbstverständlich, auch mit den Möglichkeiten heutiger elektronischer Kommunikationsmittel, nutze diverse Messenger, kommuniziere über Chats, Email und den anderen mannigfaltigen Optionen der modernen Zeit. Jedoch, so denke ich manchmal, was wäre denn, wenn ich diese vielfältigen Kommunikationswege nicht bedienen würde; wenn ich in althergebrachter Weise den Füllfederhalter zur Hand nehmen, ein wertvolles Briefpapier auf dem Tisch platzieren, mich bei dezenter Musik geruhsam voller Vorfreude setzen, alsdann wohl formuliert und voller Hingabe einen Brief schreiben würde? Dies der unbedingten Tatsache…WeiterlesenVon der Vielfalt oder von der Tiefe

Vom inneren Schweinehund und vom Wohnwagenprinzip

[ Vom inneren Schweinehund und vom Wohnwagenprinzip ] Früher sicher mehr als heute, habe ich eine Trainings-‘Strategie’ angewandt, welche folgendermaßen aussah: Ich habe mich in der ersten Hälfte des Trainings so intensiv dem Training hingegeben, dass ich nach dieser Zeit schon fast völlig verausgabt war, um dann die zweite Hälfte des Trainings rein mit Willenskraft und möglichst gleich bleibender Intensität weiter zu trainieren. Die reine Trainingslehre mag das sicher kritisch betrachten, eventuell als Übermotivation oder Raubbau mit dem Körper abtun, vielleicht gar den Trainingserfolg in Frage stellen. Dem würde ich nicht in jedem Fall widersprechen wollen. Doch hat sich auf…WeiterlesenVom inneren Schweinehund und vom Wohnwagenprinzip

Von der offenen Türe und der leeren Hand

[ Von der offenen Türe und der leeren Hand ] Dem Jahresende sich zuneigend, weicht die Zeit des Tages immer mehr der Dauer der Nacht, der Dunkelheit. Gedanken treiben mich um, Erinnerungen an Tage der Aufregung, Erinnerungen an die Nächte vor einer Meisterschaft. Oftmals war an Schlaf nicht zu denken, mein Sinnen war mit anderen Dingen beschäftigt. Und mit den Stunden, die ich mehr wartend denn schlafend im Bett lag und mir aufgeregt den kommenden Tag der Meisterschaft ausmalte, wurden die Gestalten derer, die mich im Kumite als Mitstreiter erwarten würden, immer größer, bedrohlicher. Wie könnte ich es schaffen, gegenüber…WeiterlesenVon der offenen Türe und der leeren Hand

Vom Ende des Kampfes

[ Vom Ende des Kampfes ] Es ist nun schon etliche Jahre her, ich war damals noch im Außendienst tätig und viel im Auto unterwegs, da konnte ich eine Situation erleben, die ich seither nicht mehr aus dem Gedächtnis verloren habe: Auf einer gut ausgebauten Landstraße setzte der Wagen vor mir zum Überholvorgang an, übersah den schnell nahenden Gegenverkehr, oder überschätzte die Beschleunigungsfähigkeit seines PKW. Ein wieder Einscheren war ab einem Zeitpunkt nicht mehr möglich, die Kollission schien nahezu unausweichlich. Beide Fahrer bremsten mit Vehemenz und kamen, einem Wunder gleich, wenige Meter, fast schien es mir Zentimeter, voreinander zum Stillstand.…WeiterlesenVom Ende des Kampfes

Vom Herbst, oder von der Ernte

[ Vom Herbst, oder von der Ernte ] Vor wenigen Wochen bin ich mit dem Zug durch den Schwarzwald gefahren. Die späte Nachmittagssonne hat die Gegend in ein leises Licht getaucht, einem Aquarell gleich die Farben sanft gezeichnet, dem Auge unaufdringlich dargereicht. Bereits abgeerntete Felder wechselten mit noch grünen Wiesen, gingen über in sich schon herbstlich schmückendes Laubwerk. Ein kleiner Fluss schlängelte sich nahe den Gleisen dahin, zerteilte dann die Auen und verlor sich meinem Blick. Eine liebliche, stille Welt. Eine Stille, welche ich nicht mit den Ohren gehört, vielmehr in meinem Innern gefühlt habe. Wollte ich den Jahreszeiten Töne…WeiterlesenVom Herbst, oder von der Ernte

Pfadfinder oder vom Vorausgehen

[ Pfadfinder oder vom Vorausgehen ] “Wenn du nicht vorausgegangen, du nicht dabei gewesen wärst, dann hätte ich das nie geschafft.” So oder ähnlich haben wir sicher alle schon einmal empfunden und gehört. Bei einer Wanderung, einer Prüfung oder ähnlichen Gelegenheiten. Dabei musste dennoch jeder Schritt alleine gegangen werden, niemand hat uns getragen, niemand die Aufgabe für uns gelöst. Was war es, das uns geholfen hat, die Situation zu meistern? Der Gedanke, dass wenn es Andere schaffen, ich das ja auch kann? Oftmals aber ist es auch ein Folgen, ein sich führen lassen; wir gehen in den Fußstapfen der Vorausgehenden…WeiterlesenPfadfinder oder vom Vorausgehen

Von der Suche nach dem Gleichgewicht

[ Von der Suche nach dem Gleichgewicht ] Es ist nun schon viele Jahre her, dass ich Meisterschaften bestritten habe und dennoch erreichen mich immer wieder Erinnerungen aus dieser so intensiven Zeit. So auch vor ein paar Tagen, als ich einige Gleichgewichtsübungen auf einem Bein stehend trainierte. Ich erinnerte mich an eine Vorrunde im Kata-Wettbewerb. Angetreten war ich mit der Kata Empi, einer Kata, die ich schon viele Male vorgetragen hatte und mit der ich mich sehr sicher und verbunden fühlte. Doch bereits nach wenigen Techniken, beim ersten tiefen Vorsteppen im Kosa-Dachi verlor ich die Balance, wackelte, strauchelte nahezu. In…WeiterlesenVon der Suche nach dem Gleichgewicht