Gedicht “Wegweiser”


Wegweiser

Siehst du im Fluss das Zweiglein treiben
Bedenke auch des Lebens Sinn
So schwebest auf des Schicksals Wogen
Du selbst zum vorbestimmten Ufer hin

Nur schwer erkennbar ist der Weg
Den dir der Einheit Sein beschert
Denn durch dein Sehnen nach dem Ziel
Ist dir der Blick darauf verwehrt

Befreit von Zielen und Erwartung
Und der Gedankenspiele Wahn
Bedenk vergangnen Lebenspfad
Find nächsten Schritt, die rechte Tat

Doch wenn du gar nichts mehr begehrst
Dich selbst vom eignen Ich entleerst
Dann hört auch all dein Suchen auf
Wirst eins du mit der Welten Lauf

(Dieter Ruh)

 

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